Verwandtschaft.
Es gibt Probleme am Morgen. Irgendein Wohnmobil steht vor der Schranke des Stellplatzes und will raus, aber die Schranke öffnet sich nicht. Mehrere Wohnmobile stauen sich dahinter. Die Schranke reagiert ‚eigentlich‘ auf das Ticket, das bei der Ankunft am Automaten gezogen und vor Abfahrt bezahlt werden muss (sonst geht die Schranke halt nicht auf). Was im konkreten Fall die Ursache war, hat sich uns nicht offenbahrt. Wir sehen die Auswirkungen und lassen uns Zeit. Wir müssen uns nicht in den Stau einreihen und ungeduldig warten. Irgendwann kommt auch jemand und behebt das Problem.
Von Friedrichstadt fahren in Richtung Heimat. Jetzt ist die Jütlandreise irgendwie vorbei. Aber wir fahren nicht direkt.
Im Outlet in Neumünster kaufen wir umfänglich Bekleidung im Angebot, vorwiegend für Heike, ein. Wir haben auch Glück und bekommen (endlich) Flanell Bettwäsche für den Winter von Bassetti. Darauf waren wir schon lange scharf, wollten aber den regulären Preis nicht zahlen. Der aus dem Outlet ist immer noch nicht . . . billig. Heike holt sich noch aus dem Lindt-Shop ihr Geburtstagsgeschenk ab, eine Packung Fioretto. Immerhin.
Heute ist mein Patenonkel das Ziel des Tages. Wir stehen und übernachten bei ihm auf dem Hof. Abends gehen wir zusammen in die von ihm bevorzugte Pizzeria. Er ist ebenfalls, wie Schwiegermutter, über 90 Jahre alt und wer weiß wie lange wir ihn noch besuchen können. Er ist zumindest gut drauf und plant, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit, auch in diesem Herbst wieder nach Spanien über den Winter ‚umzusiedeln‘. Mit Wohnmobil!
Normaler Weise wären wir nach dem Frühstück nach Hause gestartet. Aber heute hat Onkel uns zum Mittagessen eingeladen, ein weiterer Neffe von ihm kommt ihn mit seiner Frau besuchen. Der weitere Neffe ist der Sohn meiner Tante, also mein Cousin. Das letzte Mal haben wir uns im Frühjahr gesehen, zum 90sten Geburtstags besagten Onkels, davor über 20 Jahre nicht. Insoweit sehe ich dem Treffen zur Mittagszeit mit Spannung entgegen.
Aber es verläuft sehr angenehm. Die Stimmung ist gut, das Essen auch. Wir besuchen den „Feuerstein“, ein Lokal im Nachbardorf. Das einzige Lokal, das hierzulande am Samstag schon um die Mittagszeit öffnet. Mein Onkel hat uns eingeladen. Wir bleiben allerdings nicht all zu lange in diesem Kreis und starten zur zuvor kommunizierten Zeit.
Leider ist die Rückfahrt nicht ganz so stau- und behinderungsfrei, wie ich das gehofft hatte. Sowohl um Hamburg, als auch um Bremen herum verlieren wir insgesamt ca. 30 Minuten. Die Rückfahrt ist aber auch nur halb so schlimm wie befürchtet. Auf die Strecke gesehen ist eine 1/2 Stunde Verlust tragbar.
Wir kommen daher so früh zu Hause an, dass wir noch vieles aus dem Auto ausladen und -packen. Der Rest ist morgen dran.