Der frühe Vogel fängt den Wurm!

Hafen Dünkirchen

Oder vielleicht auch doch nicht!

02:30 Uhr klingelt der Wecker. Start um 03:30 Uhr. Sind wir schon mal so früh nach Großbritanien gefahren? Schon um 10:00 Uhr geht die Fähre ab Dünkirchen. Wir wollen früh in London ankommen, damit wir noch das Hochbett ausladen können. 

Zumindest ist die Fahrt relativ angenehm. Kein nennenswerter Verkehr. Kein Stau. Nur die Müdigkeit macht mir irgendwann zu schaffen. Aber Kaffee und Cola halten mich aufrecht.

Über Dünkirchen hängt eine Regenwolke. Sie beschert uns einen wunderschönen Regenbogen und einen starken Regenschauer, als die Fähre ablegt. Sollte das Wetter ab jetzt schlechter werden?

Ja, es wird!

Als wir in Dover ankommen, regnet es. Die Überfahrt selber ist unruhig. Heike hat Postafen gegen die evtl. auftretende Seekrankheit genommen. Anderen Menschen auf dem Schiff geht es schlecht.  Schon in Dünkirchen fing es, kaum waren wir auf dem Schiff, kräftig zu regnen an. Der Regen begleitet uns dann auch bis kurz vor London. Dort reißt der Himmel auf. Sehr gut, wir können das Bett ohne nass zu werden ins Haus tragen.

Alle helfen mit, Schwiegertochter, Tochter, Enkeltochter, Sohn. Zu allem Überfluss finden wir nach der Entladung auch noch einen Parkplatz in der Nähe und können noch ein wenig bei unseren Londonern in der Küche zusammensitzen. Der gefundene Parkplatz ist zwar ‚illegal‘, aber wir wagen es. Am Sonntag wird hoffentlich nicht so oft kontrolliert. Freie Parkplätze für jedermann gibt es hier nicht, bzw. nur zeitweise. Die längste Zeit des Tages sind die Parkplätze für Erlaubnisinhaber reserviert. Man kann auch eine Besuchererlaubnis kaufen. Aber unser Auto ist ausgeschlossen, zu groß und zu hoch und zu schwer. Nur für PKW!

Bevor wir uns auf den Weg nach Brighton machen, springt Heike noch schnell in den Lidl und kauft die notwendigsten Lebensmittel ein. Wir haben nichts dabei, nichts, nix! Alles, was nicht zwingend notwendig war, haben wir nicht mitgenommen. Das Bett hat das Auto ausgelastet. Gestern hat die Waage, ohne Heike und ohne Betten, schon die volle Auslastung angezeigt. Heute sind wir dann mit sicherlich 100 kg Überladung losgefahren. Wir haben noch nicht einmal Wasser an Bord (für die Toilette).

Nach Brighton sind es nochmal etwas mehr als eineinhalb Stunden durch einen Regen / Sonne / Wolken Mix. 

In Brighton müssen wir vor allem tanken. Es ist nicht mehr viel übrig. Die Heizung würde bei diesem geringen Stand nicht anspringen und wir hätten es kalt. Wir haben Glück und finden eine ‚preiswerte‘ Tankstelle, 1,939 GBP. Ein Tesco Express. An den anderen Tankstellen kostet der Liter Diesel derzeit 1,999 GBP.

Inzwischen wird auf einigen Campingplätzen des Clubs online eingecheckt und auch der Stellplatz wird online ausgewählt. So auch auf diesem Platz. Geht gut, aber mal was nicht online machen wäre mir lieber.

Wir haben heute so viel gesessen, sind so viel gefahren. Nachdem wir das Auto aufgebaut haben gehen wir erst einmal eine Runde trotz Nieselregen spazieren, erkunden die Lage der Bushaltestellen für morgen und werfen einen Blick auf’s Meer.

„Niederenglische Bäderkultur“, im Zerfall begriffen.

Per Zufall finden wir einen Pub, der recht gemütlich aussieht. Aber wir haben dann doch keine Lust und gehen wieder ’nach Hause‘. Zum Abendessen gibt es nicht viel, den Einkauf von heute Nachmittag aus London.

Wir finden, 21:00 Uhr ist eine tolle Zeit für’s Bett!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert