
Ein schönerTag.
Nicht nur wettertechnisch! Die Sonne scheint den ganzen Tag. Zwar schieben sich hin und wieder Wolken davor, aber es bleibt sonnig und trocken. Besser als gestern ist das allemal.
Nach dem Frühstück brechen wir auf und fahren mit dem Bus No. 7 nach Brighton. Wir bezahlen hier genauso wie es in London möglich ist, mit Kreditkarte an einem Tap-in Gerät. Im Unterschied zu London muss man hier beim Verlassen des Busses auch wieder auschecken. Die Busfahrt kostet Heike 1 GBP. Ich hab‘ noch (?) nichts bezahlt. Warum auch immer. Nicht, dass das böse Ende noch kommt . . .
Brighton soll das schönste Seebad Englands sein . . . . Auf der Busfahrt merken wir jedoch davon nichts. Und kaum angekommen zieht es uns in den Royal Pavillion. Wir können es kaum erwarten dort hineinzugehen.

Als Schüler bin ich schon mal hier gewesen. Muss das 11. Schuljahr gewesen sein. Ich kann mich nicht daran erinnern, damals im Royal Pavillion gewesen zu sein. Nur an die bunte Beleuchtung in der Dunkelheit kann ich mich sehr gut erinnern. Wir müssen pro Person 22,– GBP Eintritt bezahlen. Eine Ermäßigung gibt es allerdings, quasi als Belohnung, weil wir mit dem Bus nachBrighton gekommen sind. Immerhin hat sie den Umfang von 15%! Es wird massiv Werbung in Brighton dafür gemacht, doch bitte zur Reduzierung der Luftverschmutzung mit dem Bus zu fahren. Es fahren allerdings hier auch zahllose Busse und Buslinien, viele E-Busse sind unterwegs.

Der königliche Palast demonstriert eindrucksvoll die Wertvorstellungen der damaligen Elite. Luxus und Prunk bis zur Übelkeit. Ein festliches Essen, dass imPalast ausgerichtet wurde bestand aus über 50 verschiedenen Gängen, bzw. Speisen.
Historisch hat der Palast nicht so viel zu erzählen, aber er ist eindrucksvoll. Jeder Raum entlockt OHHHS und AHHHS. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich jemand anderem die Besichtigung so ohne weiteres empfehlen würde.
Danach nutzen wir das gute Wetter aus und laufen im Zick-Zack durch die „Lanes“, einem Viertel mit altem Gebäudebestand, allerdings heute sehr touristisch. Zahlreiche Cafés und Restaurants, allerdings auch immer noch viele Juwelliere.
Leider habe ich heute Probleme mit dem Rücken und muss eine Pause einlegen. In einem der zahllosen Cafés vertilgen wir heiße Schokolade und drei (!) verschiedene Kuchen. Einer davon sah gut aus, war aber nicht so toll, dass wir ihn uns noch einmal bestellen würden.
Brighton ist ein Seebad, also ab an den Strand. Das Wetter lädt dazu ein. Ein Berühmtes Seebad soll es sogar sein. Wir haben uns für vier Nächte auf dem Campingplatz eingebucht. Als wir allerdings am Strand entlanglaufen kommen mir so meine Zweifel, ob das eine gute Idee gewesen ist.

Eine attraktive Flanier- und Promenadenzone sieht für mich irgendwie anders aus. Die parallel zur Wasserlinie zwischen Strand und Häusern entlang führende und sehr stark befahrene Straße schmälert das toll-dass-wir-hier-sind-Gefühl merklich. Dennoch nutzen wir das Wetter und setzen uns sogar mal in die Sonne.
Irgendwann wollen wir was essen. Fish ’n Chips natürlich. Bevor wir das in einem von der KI empfohlenen Lokal mitten in den Lanes machen, wollen wir noch das Viertel nördlich der North Street erkunden. Es ist jünger als die Lanes, mehr hippe als gediegene Geschäfte soll es dort geben.
In einem der wenigen seriös anmutenden Geschäfte erstehe ich dann nach einigem Hin und Her einen Schal. Es ist zwar sonnig, aber ganz schön frisch am Hals. Dann geht’s zum empfohlenen Lokal. Aber . . . KIs haben zwar das Wort intelligent in ihrer Bezeichnung, sind es allerdings nur eingeschränkt. Der Laden existiert, ist aber geschlossen. Ein Pub in der Nähe hat auch Fish ’n Chips auf der Speisekarte, allerdings („Ich bedauere sehr!“) heute steht kein Fisch zur Verfügung, ist aus. Dafür gibt es dann eine Empfehlung. Ein richtiges Fischlokal. Allerdings liegt The Regency an der Seafront. Also wieder zurück. Bewegung tut normalerweise gut, aber Heikes Füßen nur eingeschränkt.
Der Fisch ist super. Nur ich esse die beabsichtigten Fish’n Chips. He3ike bestellt einen gemischten Fischteller, mit Sardienen, Seehecht, Lachs und noch etwas.
Danach laufen wir auf kürzestem Weg zur Bushaltestelle und fahren diesmal mit der Linie 1 zurück. Sie hält an jeder Milchkanne und braucht deutlich länger als der Bus X1 auf dem Hinweg. Wir kommen werst im Dunkeln auf dem Platz an.
Heute war das Wetter gut. Brighton war erträglich. Morgen soll das Wetter schlechter sein. War es wirklich so gut, hier nach Brighton zu kommen?
