Schleswig – Friedrichstadt

Am Zusammenfluss von Treene und Eider.

Der Stellplatz in Schleswig war gut für die Wikingerausstellung im Schloss Gottorf, aber ansonsten überzeugt er uns nicht und wir fühlen uns unwohl.

Es regnet nicht, als wir morgens erwachen! Erwähnenswert. Der Stellplatz ist für einen Stellplatz gut ausgestattet, auch wenn die Ausstattung hinsichtlich des Sanitärbereiches hinter der eines Campingplatzes zurückbleibt. Wir duschen und waschen uns im Sanitärcontainer. Trotz dieser Möglichkeiten, eine Ent- und Versorgungsstation gibt es auch, fühlen wir uns hier nicht gerade wophl und entscheiden während des Frühstücks den Platz zu wechseln.

Bei den Recherchen wohin es denn gehen könnte tippe ich versehentlich auf Anruf unter dem Wohnmobilstellplatz in Friedrichstadt. Nun, er kam sowieso in die engere Auswahl und somit steht das Reiseziel des Tages.

Stellplatz Friedrichstadt am Abend von der Deichkrone aus.

Zuerst geht es allerdings rüber auf die andere Seite der Schlei nach Haitabu. Unser inzwischen dritter Besuch und jedes Mal hat sich das Museum ein Stückchen weiterentwickelt. Allerdings war es noch nie so voll wie heute. Die Wettervorhersage für heute ist um Längen besser als die für gestern, aber dennoch scheuen viele Menschen offensichtlich ausgedehnte Outdooraktivitäten und ziehen den trockenen Innenraum eines Museums vor.

Haitabu Dorf- heute nicht ohne Regen zu erleben.
Nachbauten der Wikingerboote am Hadebyer Nor.

Kein Wunder, immer wieder hängen dicke Wolken am Himmel. Wir bekommen dann auch auf dem Weg vom rekonstruierten Dorf zurück ins Museum einen nassen Pelz, aber keinerlei Vergleich mit gestern oder gar mit dem Stauning Nachmittag.

Wir schaffen es dennoch wieder zu lange im Museum zu bleiben. Für weitere Exkursionen bleibt eigentlich keine Zeit mehr. Ich wollte ‚eigentlich‘ noch zum Danewerk. Es gibt mehrere Abschnitte, die zu begehen und zu besichtigen sind, auch ein kleines Museum. Wir beschränken uns, nicht zuletzt wegen der schmerzenden Füße von Heike, auf einen Blick auf den Hauptwall und fahren danach weiter nach Friedrichstadt.

Für Heike ist die kleine holländisch gestaltete Stadt eine alte Bekannte, sie war schon zwei Mal hier. Für mich ist es Premiere, eine angenehme. Viel bzw. lange spazieren gehen muss man nicht. Die Stadt ist klein, sehr klein. Interessantestes Kleinod ist die christliche Kirche, die fast ohne christliche Symbole auskommt. Ein Gotteshaus ehemaliger niederländischer Flüchtlinge, der Remonstranten.

Wir beenden unsere diesjährige Wikingerexkursion an einer Stelle ohne Schautafeln, am Zusammenfluss von Treene und Eider. Genau dort liegt der mit europäischen Mitteln geförderte Wohnmobilstellplatz, irgend ein Programm zur Strukturförderung im ländlichen Raum. Glaubt man hier sofort!

Ach Übrigens: wir sitzen noch nicht lange im Wohnmobil und essen Abendbrot und . . . . . es regnet!

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