Jetzt sind wir wieder in dem Abschnitt der Bundesrepublik, der länger dänisch als deutsch gewesen ist, in Schleswig, und in der gleichnamigen Stadt.
In der Nacht hat es ordentlich gegossen. Wir sind mehrfach davon wach geworden und morgens steht das Wasser auf den Feldern und auf dem Stellplatz. Er ist Gott sei Dank mit Kammersteinen befestigt und es wird daher keine Schlammschlacht. Wir nutzen früh eine „Doppeldusche“: zwei Duschen in einem Duschraum ohne Abtrennung zueinander. Das ist mal ein neues Prinzip.
Wir starten und es regnet.
Wir kommen in Flensburg im Scandinavienpark an und es regnet, sowohl vor als auch während und nach der Pause, in der wir überwiegend für die Schwiegermutter Unmengen dänische Marmelade einkaufen.
Wir kommen in Schleswig an und es regnet.
Wir brechen zu Fuß vom Stellplatz Schleswig Stadthafen auf und es regnet nicht mehr, es gießt!!
Wir kommen im Schloss Gottorf an und es gießt immer noch und wir sind naß wie die Katzen, aber nicht so sehr, wie am Stauning Nachmittag. Die Regenklamotten haben zwar die Gelegenheit in der Garderobe der Wikingerausstellung wenigstens etwas zu trocknen, wir sind lange genug dort, aber sie trocknen nicht!
Wir gehen am Ende der Öffnungszeit zurück und es regnet, diesmal leicht. Freude! Allerdings gehen wir nicht zum Auto, sondern einfach dran vorbei zur Burgermeisterin, einem Burger-Kiosk mit fantastischen Burgern und sehr warmem Gastbereich (die Klamotten trocknen merklich, wenn auch nicht durch).
Ich gehe nach dem Mahl noch schnell Obst kaufen und es regnet wieder stärker.
Ich schreibe diese Zeilen und es regnet immer noch.
Nach diesem Tag weiß ich, wenn ich es nicht schon vorher gewusst hätte, was >Regenwahrscheinlichkeit 100 %< bedeutet.
Die Ausstellung über die Wikingerzeit mit dem Thema „Wikingerdämmerung / Zeitenwende“ war ausgesprochen gut. Wir konnten uns noch durch Zufall an eine Führung anhängen. Anfänglich fand ich den Guide fad und langweilig. Ich hatte den Eindruck, ihm können beim Laufen die Schuhe besohlt werden. Aber er war gut und glänzte durch sein Wissen und die Art es darzustellen. Sehr angenehm. Für mich total spannend, es gab nicht nur den Teppich von Bayeux als Fototapete zu sehen, sondern auch einen Originalteppich aus Skog in Schweden in der Nähe von Söderhamn. Den kannte ich noch nicht.
Morgen soll das Wetter besser werden. Wir hoffen das sehr. Wir haben heute sogenannte Kombitickets gekauft, für die Sonderausstellung über die Zeitenwende und den Besuch der Wikingerstadt Haitabu incl. ÖPNV Ticket. Haitabu ist eine Rekonstruktion, also ein Freilichtmuseum! Regen wäre morgen Sch…..!