Hørdum – Stenbjerg Landingsplads – Sundøre – Viborg

Meer und Wind, eine ideale Mischung

Relativ preiswerte Tage wechseln sich mit teuren Tagen ab.

Es beginnt nahezu billig. Nach dem Frühstück fahren wir im Prinzip zurück, nochmal an der (leider geschlossenen) Destille vorbei in Richtung Nordsee nach Cold Hawaii. Die Küste von Thy heißt so. Wir sind im Übrigen die letzten die den Campingplatz verlassen. Pro Nase und Tag haben wir nur 100 Kronen bezahlt (auf dem nächsten Campingplatz werden da ganz andere Größen aufgerufen).

Cold Hawaii heißt so, weil es einerseits außer im Sommer dort kälter ist als auf Hawaii und andererseits wunderschöne Wellen für Surfer gibt. Im Testgelände für die Windenergieanlagen haben wir gelernt, dass Thy die windreichste Gegend Dänemarks ist (weshalb es hier das Testzentrum gibt). Vor der Küste im Meer gibt es darüber hinaus keine flachen Sandbänke, die Wellen brechen erst in Ufernähe und kommen ganz schön beeindruckend groß rein. In der Luft ist eine Unmenge Salzwasser. Im Nu ist die Brille „nebelig“.

Billig ist Cold Hawaii bei Stenbjerg Landingsplads weil es weder Eintritt noch Parkgebühren kostet. Ansonsten genießen wir die Zeit dort. Heike läuft mal hoch, mal runter am Strand entlang . . . 

. . . , ich nutze Wind, Gelegenheit und leeren Strand aus um Drachen zu fliegen. Nicht lange, aber immerhin. Wir wollen heute noch nach Viborg.

Wir haben Hochsaison, Deutschland und Dänemark haben Ferien, das merkt man allerwegen, aber es ist nirgends überfüllt. Sogar hier am Strand sind nicht viele Wind- und Wasserbegeisterte. Nun, richtig warm ist es mit ca. 22 Grad und Windstärke 5 nicht. Jedenfalls nicht für ein ausgiebiges Sonnenbad ( . . . . . im Flugsand).

2019 waren wir am Limfjord und haben in Sundøre die Brænderiet Limfjorden besucht, die u.a. Whisky herstellt. Irgendwie fand ich, wir können auf dem Weg nach Viborg daran nicht vorbeifahren. Der wenn auch nur kleine Umweg wird teuer und lecker. Nein, kein Whisky, kein Tropfen, keine Flasche, nichts. Wir lunchen im der Brennerei angeschlossenen Restaurant. Außergewöhnlich lecker! Es gibt keine Speisekarte, sondern die Platte des Tages mit verschiedenen Kleinigkeiten. Es erinnert uns ein Wenig ans Elsass. Nicht ganz so gut, aber genauso interessant zubereitet. Whisky kaufen wir keinen, will ich nur noch mal betonen. Ich bin mir auch sicher, dass ich das später nicht bereue. Dass ich die Flasche 933 aus der Thy Distillery nicht mitgenommen habe bereue ich nämlich schon, wie befürchtet.

Bevor wir zum Campingplatz fahren, machen wir in Viborg einen Stop. Heute am Sonntag wird dort nichts los sein, aber der Dom ist dennoch offen (oder gerade deshalb!). Er ist wohl zu bekannt für ohne Eintritt, aber 10 Kronen pro Person halten sich in starken Grenzen. Heike gefällt er besser als mir. Mit gefällt er überhaupt gar nicht.

Als Trost bestehe ich auf ein Eis. Es ist wirklich lecker und besiegelt, was sich mit dem Lunch schon angedeutet hat. Es gibt heute kein Abendbrot. Das wäre gar zu viel.

Viborg Fußgängerzone, geschmuckt mit Blumenbällen.

Der Campingplatz ist nicht das was wir so wirklich wollten. Wir wollen morgen in die Kalkgruben von Mønsted. Allerdings gibt es in deren Nähe keinen Camping- oder Stellplatz. Also haben wir den gewählt, der als nächstes liegt. Das ist halt Viborg Sø Camping.

Die Qualität des Platzes überzeugt, keine Frage. Der Preis ist . . . olala. Fast 94,– € für zwei Personen in einem kleinen Fahrzeug ohne Strom (große Fahrzeuge brauchen große und teurere Plätze). Ich glaube, das ist nicht der teuerste Platz, den wir je benutzt haben, aber der teuerste in Dänemark allemal. Ich hoffe, es hat sich gelohnt und die Kalkgruben sind wirklich so toll, wie sie es angeblich sein sollen.

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