London und London – Waltrop via Calais

e5, backen und Bingo und ein arroganter Mensch.

Im Prinzip haben wir nur noch den Samstag für Familienaktivitäten. Am Sonntag geht es schon nach Hause.

Wir sausen am Samstag Morgen direkt vom Campingplatz zum e5, dem Lieblingsfrühstückslokal der Londoner. Leider gibt es dort kein full-english-breakfast, aber ansonsten leckere Sachen. 

Heike backt mit der Kurzen noch einmal Plätzchen, ich versuche sie dabei mit Heikes Kamera zu fotografieren, scheitere aber irgendwie. Kamera ist nicht Kamera (oder ich kann mich nicht mehr flexibel genug umstellen).

Heute spielen wir auch das englischste aller englischen Spiele, BINGO. Natürlich zu Hause und eine Kindervariante mit Bildern, keine mit Zahlen. Ich habe komische Erinnerungen an das Spiel. Schüleraustausch, Leeds, die Gastmutter nimmt mich mit in eine Halle voller Frauen und einem Man, der irgendwelche Zahlen ansagt. Die Frauen quatschen wild durcheinander, ab und an schreit eine laut auf „BINGO“. Sie hat es mit Sicherheit gut gemeint und wollte mir etwas sehr englisches zeigen.

Schon am Samstag Spätnachmittag verabschieden wir uns von unseren Londonern und verlassen sie damit etwas früher als üblich. Wir bereiten schon mal alles für eine frühe Abreise vor.

Das Tor des Campingplatzes wird erst um 08:00 geöffnet. Wir stehen so früh auf, dass wir kurz vorher schon am Tor stehen und auf Auslass warten. Dann geht es ab in Richtung Dover. Leider war ds Campingplatzteam nicht gewillt, das Tor früher zu öffnen. Bestimmung ist Bestimmung, Ordnung muss sein!! Naja, was soll’s.

Diesmal haben wir eine ziemlich frühe Fähre gebucht, 09:55 Uhr. 1 1/2 Stunden kalkulieren wir für die Fahrt. Eigentlich sollen wir mindestens 60 Minuten vor Abfahrt der Fähre am Check In sein, eigentlich . . . . Wird schon gut gehen! Wir haben Sonntag und da mögen auch die Briten etwas länger schlafen.

Und dann noch das! Wir werden beim Zoll rausgewunken. Man hat nichts zu tun, weit und breit scheinen wir das einzige Fahrzeug zu sein, also kontrolliert man uns. Und der arrogante Wichtigtuer hat auch noch alle Zeit der Welt! Letztlich will er nur sehen, ob wir noch eine weitere Person im Auto haben. Die Frage „Haben Sie Waffen dabei, z.B. Messer?“ muss ich natürlich mit „Yes!“ beantworten. Die Küche ist voller gefährlicher Mordwerkzeuge. Das verwirrt ihn und er kommt da irgendwie nicht raus. Diese Messer hat er ja offensichtlich nicht gemeint. Tja, wenn man sich auf’s wichtig-sein konzentriert. Also fragt er nach Taschenmesser und anderen feststehenden Messsern. Was soll das denn??! Küchenmesser sind feststehende Messer! Aber er läßt uns danach fahren.

Dann läuft alles reibungslos. Seefahrt im Nebel bei ruhiger See. Staufreie Autofahrt und frühe Ankunft zu Hause bei gutem Wetter. Wir schaffen es noch, das ganze Auto auszuräumen und alles zu Hause zu verstauen. Morgen wird geputzt.

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