Der letzte Tag und dann geht es wieder nach Hause.
Unsere Reise neigt sich dem Ende entgegen. Einzige Verabredung für den heutigen Samstag: Frühstück im e5. Wir sind sogar zeitig dort. Unsere Enkelin ist immer noch eingeschränkt, leidet aber schon nicht mehr so sehr, spricht und isst jedoch wenig.
Nach dem Frühstück vereinbaren wir „Arbeitsteilung“. Heike und die Enkelin backen mit Hefeteig. Der Rest der Manschaft fährt mit der DLR nach Stratford, um von dort durch den Queen Elizabeth Olympic Park zu spazieren. Letztlich sind es nur mein Sohn und ich, die im Park herumstreifen. Schwiegertochter hat sich in Stratford mit anderen kurzfristigen Plänen ausgeklingt.
Mir gefällt der relativ kurze Spaziergang durch den Park nicht wirklich. Der Park ist von Straßen durchzogen, breite, alspahltierte Wege. Irgendwie macht er den Eindruck, dass er irgendwo reingequetscht wurde, wo ein Park entstehen musste, aber die Rahmenbedingungen schlecht waren.
Mobilen Kommunikationsgeräten sei Dank treffen wir mit der Schwiegertochter am Kanal zusammen und laufen von dort aus am Kanal entlang zurück zur Wohnung. Hinterher bin ich überrascht, dass wir gut drei Stunden unterwegs gewesen sind. Am Kanal hat es mir gefallen. Die Szenerie dort ist befremdlich aber irgendwie spannend. In den Park muss ich nicht noch einmal.

In der Wohung angekommen probieren alle natürlich vom Ergebnis der Backaktion und zeigen angemessene Begeisterung. Nicht alles was da entstanden ist, ist auch zu erkennen. Eine Ente? Eine Maus? . . . . Aber darauf kommt es letztlich vielleicht gar nicht so sehr an.
Wir verabschieden uns schon am Nachmittag, wie immer am letzten Tag, und fahren ein letztes Mal zum Campingplatz. Leider hat auch das derzeitige Team des Campingplatzes eine strenge Auslegung des Servicegedankens realisiert. Vor 8am wird daas Tor nicht geöffnet. Auch nicht 20 Minuten früher. Schließlich muss man ja so lange arbeiten. OK. Führt aber dazu, dass wir schon heute so weit es möglich ist alles abreisebereit herrichten und vorbereiten, damit wir morgen nicht so früh aufstehen müssen.
Die Fähre am Folgetag fährt um 09:55am ab. Wir können den Campingplatz pünktlich verlassen und kommen gut aus London raus. Allerdings ist der Verkehr stärker als vor ca. 6 Wochen. Nun, wenn wundert es. Jetzt ist das Wetter besser, die Sonne scheint. Ausflugsverkehr.
Überfahrt und Heimfahrt sind unspektakulär. Wir kommen relativ gut durch. Um Antwerpen herum ist der Verkehr dicht, ohne dass wir sehr unangenehme Staus haben. Ein wenig zähfließender Verkehr zählt in dieser Metropolregion nicht wirklich.
Wir kommen vor 18:00 Uhr zu Hause an und sind nach so viel sitzen etwas bewegungshungrig, wie jedes Mal. Das Auto ausräumen ist nicht die eleganteste oder sportlichste Form der Befriedigung dieses Bedürfnisses, aber sinnvoll. Dann haben wir morgen nicht so viel zu tun.


