Es gibt immer ein erstes Mal!
Wir stehen um 03:30 (Heike!!) bzw. 04:30 (Martin) auf, weil wir früh los wollen. Um 12:00 geht die Fähre, eine Stunde vorher am Anleger sein . . . Stau und Co. einplanen = 05:45 Abfahrt.
Das machen wir nicht zum ersten Mal. Aber heute haben wir weniger Schlaf als sonst üblich. Heute ist die Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit und somit haben wir eine Stunde weniger Schlaf. Zu allem Überfluß konnte ich gestern Abend auch nicht so ganz gut einschlafen. Bin gespannt wie die Fahrt wird.
Zeitschnitt!!
Die Fahrt war hervorragend, zumindest wetter- und verkehrstechnisch. Keine Stau, kein zähfließender Verkehr, nichts los und Sonne satt – bis auf ein paar Frühnebelfelder in den Niederlanden. Aber meine Müdigkeit hat mich dann schon in Belgien eingeholt und Frankreich war nicht sehr angenehm. Ich weiß nicht, ob alles, was ich Heike (als Rezept zum wach bleiben) erzählt habe auch Hand und Fuß hatte?!?!
Auf der Fähre ist auffällig, dass viele deutsche Familien mit schulpflichtigen Kindern und mit PKW an Bord gekommen sind. Wir haben Ferien in Germany! Dennoch ist es leerer als das letzte Mal. Keine Reisebusse an Bord. Die Hälfte der Reisedauer war bei der letzten Überfahrt gen UK die Schlange vor dem Restaurant (Essensausgabe!) ca. 10 – 20 m lang. Heute steht eine handvoll Leute vor dem Tresen. Das Schiff legt auch auf die Minute pünktlich ab. Wenn es auch pünktlich ankommt . . . . .
Schnitt!!
Wir sind erst gegen 13:20 von Bord gekommen, konnten danach aber ohne Probleme zum Sohn nach London fahren, Ankunft 14:45. Und das Beste!! Wir haben einen Parkplatz bekommen, nicht gerade vor dem Haus, aber in der Straße, keine 200m von der Tür entfernt. Das ist selten. Da ich für 5-6pm auf dem Campingplatz angekündigt bin, kann ich nicht lange bleiben. Das ist schade, aber wir haben ja jetzt fast eine ganze Woche.
In Abbey Wood angekommen tanke ich erst einmal. Der Zähler bleibt bei fast 130,– € stehen, bzw. der Entsprechung in GBP. Das ist schon ein Haufen! Insoweit wird diese Reise sicher teurer als die vergangene. Ich bin gespannt, ob und wenn ja, um wieviel wir unsere Planung reißen.
Kleine Geschichte von unserer Ankunft:
Den seltenen Parkplatz erreicht, schnappe ich mir die Tasche mit Heikes Gepäck und die mit den vielen Dingen, die hier in London bleiben werden, u.a. die neue Schubladeneinteilung, und gehe schon mal los, während Heike noch die Kühlschrank plündert, um all die Leckereien für die Londoner rauszusuchen (u.a. Fleischwurst für die Enkelin). Icvh komme also eher an der Haustür an. Dort treffe ich auf die Enkelin, die heruntergekommen ist, um uns abzuholen. Ihre ersten Worte sind nicht „Hallo Opa“, oder dergleichen, sondern „Wo ist Oma??“. Oma ist im Moment der totale Favorit.

