
Super!
War diese Fahrt nach England. Uns haben der Lakes District und auch mit einer kleinen Abstufung die Yorkshire Dales gut gefallen. Beides wären noch einmal interessante Ziele, insbesondere die Lakes.
Wir haben versucht, an fast jedem Standort drei Nächte zu bleiben. Das hat die Fahrt sehr entspannend gestaltet. Allerdings waren zwei Tage für Cambrigde ein Tag zuviel. Dort hätten zwei Nächte auch ausgereicht.
Diese Fahrt war wesentlich kälter als gedacht. Zahlreiche Nächte mit unter 5 Grad, Schnee auf den Gipfeln. Alles schön, wir hatten allerdings nicht das volle Winterequipment dabei (Aussenisolierung Windschutzscheibe, Inneniso für die Schiebetür und für die Heckklappe). Das war spürbar und hat Heizung gekostet. Die nächste März-April-Reise wird wie eine Winterreise vorbereitet, allerdings auch wieder ohne Winterreifen und Schneeketten.
Zeit in London für ein touristisches Programm, das hat uns gut getan, wir haben es genossen. Vielleicht sollten wir das öfter einplanen oder durchsetzen.
Wir haben wieder zahlreiche National Trust Sehenswürdigkeiten aufgesucht, aber weniger „große Paläste und Herrenhäuser“. Das hat mir besser gefallen. Diese alten Nobelhütten folgen alle dem gleichen Konzept: Eindruck schinden, was das Zeug hält. Das ein oder andere ragt heraus, ist besonders protzig, aber ansonsten . . . . Der eigentliche Mehrwert entsteht inzwischen im Gespräch mit den Volunteers in diesen Häusern. Englisch lernen, mehr von der bitischen Mentalität mitbekommen.
Leeds hat uns gar nicht gefallen, auch wenn die Menschen im „The Whisky Shop“ super nett gewesen sind und das in meinen Augen aussergewöhnliche Mitbringsel für die Freunde von dort stammt. Dort müssen wir nicht noch einmal ohne Not hinfahren.
Finanziell ist die Reise genau aufgegangen. Wir haben 18,– € mehr als vorgesehen ausgegeben. Diese kleine Abweichung zählt als Punktlandung.
Innerhalb der einzelnen Positionen hat es aber erhebliche Abweichungen gegeben. Allein für „Beute“ haben wir fast 800,– € anstelle 420,– € ausgegeben. Die Whisky-Beute ist’s aber in Schuld. Sieben Flaschen Whisky, zwei Distillery Besichtigungen mit Tasting, ein Tasting (bei Cadenhead’s) und zwei ‚Beutel‘ Whisky (Mitbringsel für Freunde) haben in Summe über 730 GBP verschlungen. Ich war am Ende schon leicht erschrocken. Allein die sieben Flaschen haben in Summe 552,30 Pfund gekostet.
Die Übernachtungskosten hatten wir mit 950,– € kalkuliert und haben diesen Betrag auch tatsächlich gebraucht. Die Kosten für Moibilität (Fähren, Parkgebühren, Diesel, ÖPNV-Fahrkarten) waren mit ca. 1090,– € ca. 50,– € höher als vorgesehen. Das geht wohl auf die Rechnung des teurer gewordenen Diesels. Anzumerken ist, dass auch die Preise für die Fähren inzwischen angezogen haben. Wir konnten den Anstieg bislang mit dem Rabat auffangen, den wir für die Buchung als Mitglied des engl. Campingclubs bekommen. Der ADAC ist leider keine attraktive finanzielle Aklternative.Einerseits gibt es Prozente, andererseits muss man dort Buchungsgebühren bezahlen.
Für „auswärts essen“, Eintritt und Co., also Taschengeld im Allgemeinen haben wir ca. 210,– € weniger ausgegeben als vorgesehen, trotz der recht teuren Whiskytastings in den Lakes und in Yorkshire (710,– € statt 920,– €). Für Lebensmittel kalkulieren wir wohl immer zu viel ein. Wir haben nicht die vorgesehenen 460,– € ausgegeben, sondern ca. 275,– €.
Trotz dieser Betrachtungsweise darf nicht vergessen werden, die Reise hat insgesamt ca. 3.800,– für drei Wochen und zwei Personen gekostet. Das ist vielleicht für die Erlebniss, incl. Beute seinen Preis wert, aber kein Schnapper. Jetzt müssen wir erst einmal wieder sparen, für die nächste Fahrt.
Um „unseren Job“ zu machen, die Enkelin während der half terms und/oder Ferien bespaßen, würde es ja ausreichen, wenn nur einer von uns nach London fliegt und in der Wohnung übernachtet. Aber wir wollen es auch in der Zukunft nicht anders gestalten. Die „Pflicht“ ist angenehmer Anlass im UK herumzureisen. Funfact: auf diese Weise lernen wir das UK besser kennen, als unser eigenes Land.
Ach so. Die Fahrt im Februar war ja fast wärmer als diese Fahrt. Ich hatte keine kurzärmeligen Hemden oder T-Shirts dabei und habe sie vermisst. Auf dieser Fahrt habe ich kurzärmelige Hemden/T-Shirts dabei – und hätte keine gebraucht! Verrückt.
