
Der letzte Tag – in Kasachstan. Morgen geht es zurück nach Europa!
Es tut gut, den Koffer nicht schon wieder zu packen und zu wissen, dass man ihn am Abend wieder auspacken muss. Auch die kommende Nacht bleiben wir in diesem Hotel. Heute starten wir erst um 09:00 Uhr. Das Frühstück ist nicht der Rede wert. Ich freue mich schon auf mein zu-Hause-Frühstück mit ganz viel starkem Kaffee.

Zuerst gehen wir zur orthodoxen Christi-Himmelfahrt-Kathedrale, können aber nicht rein, weil sie für Besucher noch nicht öffnet.

Also laufen wir erst einmal durch den Park an monumentalen Denkmälern vorbei zum Instrumentenmuseum.


Das Instrumentenmuseum ist der Ersatzprogrammpunkt für das geschlossene Kunstmuseum. Letzteres hätte mich ohnehin nicht begeistert. Aber auch das Musikinstrumentenmuseum ist nicht wirklich begeisterungswürdig. Viele alte Instrumente, leise Hintergrundmusik (von diesen historischen Instrumenten?) und kaum eine Erklärung, erst recht nicht in englischer Sprache. Unsere Guide versucht ihr Bestes, gerät aber mit ihren Deutschkenntnissen und den Spezialbegriffen aus dem Umfeld von Musik, Holz- und Instrumentenbau recht schnell an ihre Grenzen. Danach können wir einen Blick in die Kirche werfen. Inzwischen ist sie voll. Unheimlich viele Gläubige besuchen die Kirche, beten, zünden Kerzen an, im Prinzip schiebt man sich durch die Kirche. Es ist grenzt an ein Wunder, Fotos mit dem Smartphone ohne Menschen aufnehmen zu können. Ich zünde auch eine Kerze an, ich glaube, das erste Mal in meinem Leben. Sie ist heruntergefallen und droht zertreten zu werden.
Zur Zentralmoschee fahren wir mit dem Bus. Leider ist es problematisch darin zu fotografieren. Gläubige im Gebet dürfen nicht abgelichtet werden. Es sind welche da. Schade. Aber so richtig sehenswert ist die Moschee nicht. Sie sieht aus, wie viele Kirchen bei uns. Ein recht neuer Zweckbau der von der Gemeinde genutzt wird, aber architektonisch nicht herausragend ist. Nochmal schade.
Hier in Kasachstan, aber auch in Xinyjiang und Kirgistan scheint alles recht neu zu sein, gefühltes Durchschnittsalter 50 Jahre. Viel aus der russischen Ära (in den beiden K Ländern). Der Stadtrundgang ist, wie Stadtrundgänge sind. Denkmal für oder gegen diesen oder jenen hier und dort auch noch eines, wichtiges Theater drüben und hüben ein sehenswertes Gebäude. Hängen bleibt, die Stadt ist eine moderne Stadt und braucht den Vergleich mit Städten in Europa nicht scheuen.

















