Reinfall würde ich nicht sagen, aber nicht alles lohnt sich wirklich.
Schon vor fast 60 Jahren bin ich mal in Leeds gewesen, Schüleraustausch. Mein Gott, ist das lang her. Aber nicht nur deshalb, sondern auch weil die Beschreibungen von diversen Sehenswürdigkeiten ansprechend waren, haben wir uns für Leeds entschieden. Das Wetter hat mitgespielt, Sonne bis zu 19,5 Grad am Nachmittag. Dennoch . . . .
Wir sind fast 1 1/2 Stunden vom Campingplatz durch eine faszinierende Landschaft nach Leeds gefahren. Trotz aller landschaftlichen Schönheit, die bei diesem guten Wetter voll zur Geltung kam, war die Fahrt über die vielen engen und gewundenen Straßen nicht gerade entspannt, eher anstrengend.
Parken in Leeds ist teuer. Wir haben insgesamt 10,50 GBP für unser Parkabenteuer gezahlt, standen dafür aber oberirdisch (geht ja bei uns nicht anders) und in der Nähe der Stadt.
Corn Exchange . . .
Victorian Quarter . . .
und Keswick Market . . .
waren sehr schön. Aber das war’s dann auch leider. Ansonsten ist die Partnerstadt von Dortmund eher geschäftig aber nicht schön. Viele Menschen, viele Geschäfte, große Innenstadt. Erwähnenswert ist von allen Geschäften nur eines, eine Zweigstelle von The Whisky Shop, die wir natürlich aufgesucht haben. Wir haben dort zwei kleine Whiskys à 6cl als Geschenk, abgefüllt in kleinen Plastiktüten (Pouches) erstanden. Einen „Dram in an Can“ von Two Stacks kannte ich schon, aber die Abfüllung in kleinen Plastikbeuteln noch nicht. Eine exclusive Geschichte des Whisky Shops. Ich glaube, sie werden bei den beiden Zielpersonen gut ankommen.
Im Wesentlichen haben wir uns in Leeds nicht länger als nötig aufgehalten und sind alsbald wieder aufgebrochen. Unterwegs ist es uns gelungen für nur (!!) 184.9 pence zu tanken (andere Tankstellen waren schon bei 191,9p. DER Trost des Tages!
Obwohl der Leeds-Ausflug nicht so überzeugend war wie gehofft, war es doch gut dort gewesen zu sein, auch wenn wir nicht noch einmal wieder kommen würden. Wir wollten diesen nicht ganz so erhebenden Tag dann im Pub in der Nähe des Campingplatzes mit einem Bier und einem Bürger beschliessen, musten allerdings unverrichteter Dinge abziehen. Kein richtiger Pub, eher ein Restaurant. Die Tische waren alle reserviert und wir haben keinen mehr bekommen. Also war’s dann nur ein netter Abendspaziergang. Aber die Küche blieb nicht kalt, wir sind ja ausgerüstet . . .

