Greenwich und Din Tai Fung

Aussicht vom Royal Observatory nach Norden in Richtung Canary Wharf

Die Familie muss heute noch arbeiten, bzw. die Schulpflichten erfüllen, trotz Zungenbiß. Wir haben Zeit für uns ein wenig London zu erkunden. Wir kommen so häufig nach London und haben noch lange nicht alles gesehen, was ‚man‘ sich so anschauen sollte und kann. Greenwich, bzw. das Royal Observatory hat uns schon lange gereizt. Wegen der hohen Eintrittspreise haben wir es immer wieder vor uns hergeschoben.

Wir starten den Tag mit einer Busfahrt vom Campingplatz nach Greenwich mit dem Bus 177. Eine fast einstündige Reise mit guter Aussicht auf die Wohn- und Geschäftsviertel längs des Weges. Für Heike neu und das erste Mal. 

Unser Ziel ist das Bill’s. Uns dürstet es nach einem full english breakfast. Das Lokal ist gut besucht und trotz des Wochentages fast voll. Wir bekommen noch einen Tisch, aber leider nicht am Fenster. Nach dem ausgiebigen Frühstück ist der Bauch voll, wir sind satt und voller Tatendrang.  Dieswer Treibt uns noch einmal über den Greenwich Market, aber wir haben den Eindruck, dass hier schon mal mehr los gewesen ist. Dann erst machen wir uns auf den Weg zum Tagesziel.

Royal Observatory, Flamsteed House

Wir zahlen 48 GBP Eintritt, das sind knapp über 55 Euro! Da müssen wir jetzt aber auch alles nutzen, was sich uns anbietet. Für diesen Eintrittspreis können wir nicht mehrere Museen an einem Tag genießen.

Der 0-Meridian.

Und wir haben auch wirklich Glück. Immer wieder ruft ein Volunteer kleinere Führungen und Erklärungen aus: „In 15 Minuten treffen sich alle Interessierten (z.B.) vor dem Flammsteed House und ich erkläre Ihnen . . . . .“. Für uns ist dieser Mann ein Segen. Er spricht akzentfrei, deutlich und nicht schnell oder hastig. Wir könnten alles verstehen, wenn wir alle Vokabeln kennen würden, aber alles was wir wissen wollen erschließt sich aus dem was wir sehen und verstehen. 

Die Fotos links bilden eine ca. 15 minütige Zeitspanne ab.  Fällt der rote Ball nach dem Hochziehen wieder herunter ist es 1pm. Das Signal für die Seefahrer und Schiffer im Hafen von London, um ihre Uhren zu korrigieren. Den Count Down markiert die Halbmaststellung.

Das gesamte Museem dreht sich naturgemäß um Himmelsvermessung und Zeitmessung. Teilweise sehr anspruchsvoll aber auch hoch spannend. Hier ist die erste lage- und temperaturunabhängige Uhr mit hoher Laufgenauigkeit erfunden worden. Allerdings wurde sie auf Grund der hohen Produktionskosten nicht eingesetzt, sondern erst ihre nachfolgenden preiswerteren und einfacheren Schwestern. 

Als wir uns entschließen das Museum zu verlassen, wird’s auch langsam Zeit. Das Roy<al Observatory liegt auf einem ordentlichen Hügel. Heike hat heute Probleme mit dem Laufgestell. Unten legen wir eine Regenerationspause im Café des National Maritime Museums ein.  Danach laufen wir tatsächlich bis zu den Island Gardens an der Cutty Shark vorbei und unter der Themse her (eine erlebenswerte Unterführung für Fußgänger!). 

Nach kurzer Busfahrt landen wir in Canary Wharf, machen noch eine kleine Regenerationspause am Eden Dock vor der U-Bahn Station und treffen uns dann mit der Famile.

Dafür ist für ein gemeinsames Essen ‚beim Chinesen‘ vorgesehen, aber einem für unsere Gewohnheiten etwas anderen Chinesen. Bei Din Tai Fung in Chanary Wharf gibt es in Dampf gegarte, mit allerlei Lecklereien gefüllte Bällchen/Klöße und Xiao Long Bao, Jiao Zi & Shao Mai (was immer das heißt). Heike und unser Sohn sind die größten Fans davon und bestimmen die Auswahl. Natürlich gibt es auch Reis und gegartes Gemüse etc. Aber dafür sind wir nicht wirklich gekommen. Am Ende ist der Bauch voll und die Geldbörse leichter. Ein Schnapper ist die Küche nicht, aber es lohnt sich sehr.

Anschließend trennen sich unsere Wege bis morgen zum Frühstück beim e5 im Bartlett Park.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert